Vollmondphase

Ich weiß ja nicht, wie es bei Euch aussieht, aber bei Vollmond und in den ein bis zwei Tagen davor und danach ist bei mir sowieso irgendwie immer einiges anders. So saß ich vor zwei Tagen hier irgendwie zwischen den Stühlen. Auf der einen Seite habe ich mit matt und ohne wirklichen Antrieb gefühlt. Aber auf der anderen Seite hätte ich mich am liebsten in irgendein Büro begeben und gearbeitet. Das war schon ein merkwürdiges Gefühl, beide Gegensätze zur gleichen Zeit zu haben. Aber wie ich feststellen durfte, ist dies ja durchaus möglich. Die Ruhe nachts variiert weiterhin. Es gibt Nächte, da schlafe ich in Ruhe durch und in anderen bin ich auch mal ein oder zwei Stunden wach. Heute Nacht nun steht der Mond in voller Größe am Himmel. Mal schauen, was für eine Nacht er mir bereiten wird.

16.1.14 12:33, kommentieren

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Wenn der Körper sich selbst herunterfährt...

... kann das schon ganz gut sein. Gestern Abend war die nächste Etappe ohne Antidepressiva. Im Schnitt hatte ich abends ungefähr immer die gleiche Uhrzeit, zu der ich sie genommen hatte: 19:45 Uhr. Die Regel lautete, immer eine Stunde vor dem Schlafen die Tabletten einzunehmen, damit der Körper vernünftig in den Ruhezustand gehen kann. Also die Uhr konnte ich nicht gerade danach stellen. Über die jahrelange Erfahrung wusste ich, dass es mal schneller ging, aber durchaus auch länger dauern konnte. Gestern allerdings hatte ich diese Grenze noch nicht erreicht. Ich spürte schon eine halbe Stunde vorher, wie die Müdigkeit über mich kam. Und das ganz ohne Nachhilfe. "Soll mich nicht stören" fuhr es mir durch den Kopf. Immerhin war ja nun eigentlich ein Tag bzw. Abend, wo mein Körper ohne Hilfe zurecht kommen musste. Es dauerte dann zwar noch bis ca. 21 Uhr, dass ich dann die Augen endgültig für den Tag schloss, aber erleichtert war ich schon. Gegen kurz nach 2 Uhr wurde ich wach. Das ist nichts Besonderes für mich. Meistens werde ich seit Ewigkeiten ein bis zwei Mal wach, gehe eine Rauchen, lege mich wieder hin und schlafe weiter. Es gab und gibt aber auch jetzt immer noch vereinzelte Nächte, in denen ich dann nicht gleich wieder zur Ruhe komme. Das waren in der Vergangenheit Momente, in denen Sekunden zu Minuten wurden und Minuten zu Stunden. Auch letzte Nacht kam ich nicht gleich wieder zur Ruhe. Allerdings bemerkte ich nicht, wie schnell doch die Zeit verging. Ich schloss zwischendrin immer mal wieder die Augen und machte sie wieder auf. Irgendwann beschloss ich dann, mich noch mal etwas an den Rechner zu setzen. Mir war klar, dass ich nicht so schnell wieder einschlafen würde. Ein erneuter Blick auf die Uhr sagte mir, dass ich nun aber doch schon fast eine Stunde wach gewesen war. Mir kam es aber eher vor, wie zehn Minuten. Nun denn, ich vertrieb mir die Zeit, bis ich merkte, dass ich wieder müde wurde. Also ich kann Euch sagen, dass ich abgesehen von dieser Unterbrechung tief und fest geschlafen habe. Geträumt habe ich auch jede Menge, auch wenn ich nicht mehr weiß was. Das kommt bei mir relativ selten vor, da ich meist noch vieles behalte, wenn ich aufwache bzw. aufstehe. Träume sind ja dazu da, um Erlebtes zu verarbeiten. Sie sind aber auch ein Zeichen, dass der Körper vernünftig zur Ruhe kommt. Denn nur dann sind sie möglich. Als ich heute Morgen aufgewacht bin, habe ich mich allerdings alles andere als erholt gefühlt. Es kam mir eher so vor, als wäre ich die ganze Nacht unterwegs gewesen und hätte irgendwo mein Unwesen betrieben. Vielleicht kennt Ihr das ja auch. Ich war ziemlich gereizt und komme erst so langsam auf einen normalen "Launepegel". Aber die Müdigkeit steckt immer noch in mir drin. Hinlegen bringt aber nichts, da ich dafür nun doch wieder zu wach bin. Es ist also derzeit eine Wanderung an der Grenzlinie. Die letzte Nacht ohne "Einschlafhilfe" war also alles andere als gut für mich. Aber das muss ja nicht unbedingt etwas mit den Tabletten zu tun haben. So etwas gibt es ja auch ohne. Von daher kann ich nur abwarten, wie der "Entzugsprozess" weitergeht...

12.1.14 10:16, kommentieren